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Wasserschaden: Sanierung von Oberem Tor verzögert sich weiter

Aufgrund von Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten kommt man noch länger in den Genuss von Spanner-Banner am oberen Tor in Waldshut. Da wurde ganz im Geist der 90er gestaltet. Eine Dachdeckerin von der Bedachungsfirma schüttet sich für uns alle eine Flasche Wasser aufs Dach.

Leider ist die Dachdeckerin nicht so schön. Deshalb hab ich sie mit einem bekannten Gesicht aus der Lokalpolitik übermalt. Und wär hätte es gedacht – jetzt sieht es überzeugender aus. So würde ich mir auf jeden Fall auch aufs Dach machen lassen.

vorher-nachher gemischt:

Die Stadt Waldshut den tapferen Kriegern

Wir schreiben das Jahr 2024. Die Verheerung von Krieg ist allgegenwärtig. Wir gehen vorbei an dem viereckigen Stein.

Jährlich liegt ein Kranz da, in den Farben Blau und Gelb, die nur zufällig an die Ukraine erinnern. Drumrum lässt die Stadtgärtnerei Blumen blühen. Ein paar trostlose Quadratmeter, an denen hauptsächlich vorbeigefahren wird. Oder ein Bus stellt sich davor, in der FeuerpauseFahrerpause.

“Hallo Adler, der du mi zerfleischest mit deine Auge. Ich lese jetzt ma den Täxt.”

Kriegerdenkmal Waldshut
“DIE STADT
WALDSHUT
DEN TAPFEREN
KRIEGERN
1870 – 71
1914 – 18
1939 – 45″

Anschließend: Versuch, Gedanken zu kriegen, die widerspiegeln, warum dieses Teil unwidersprochen wie in Stein gemeißelt da steht und kein Schweinderl tut es scheinbar jucken.

“1870? Hmm, nai, kai Ahnig. 1914-1918: Erster Weltkrieg. Wer hät den nömml agfange? Zweiter Weltkrieg. Des war scho schlimm, was der Hitler gmacht hät: Also, mai Großdaddi, der isch da debi gsi. Aber er war aine von di Güte. Also einer von däne tapferi Kriegerli, wie’s da schdeht. Der isch ja zwunge worde zum tapferer Krieger sai, kai Witz. Des ging domols viele so.”

Gedankenblase Enkele

Wie wär’s so? Bloß ein kurzer, wahrscheinlich dummer Gedanke:

“Die Stadt Waldshut den Opfern der Kriege”

Stattdessen werden alte Denkmäler mit fragwürdigen Inschriften um weitere Kriege ergänzt, solang wie no a bisserl Platz unten aufm Stein ist.

Zwei künftige Kriege kann man da locker noch unterbringen, für unsere “tapferen Krieger”.

Danach könnte man anbauen. Eventuell als Teil von Projektwoche in fußläufiger Grundschule, Thema “Berufe, die gut zusammenpassen. Tag 1: Steinmetz und Krieger“. Weiterführende Schulen könnten auch mitmachen, zum Beispiel mit Referaten zum Thema: “patriotische Erinnerungskultur und Heldengedenken am Hochrhein”.

Salli zämme

Grüße vom Waldshuter Banksy. An der Tiefgarage vom Bänkli

Worum ging es bei dem Wettbewerb?

“Die Betonwand am Gebäude der Volksbank Hochrhein entlang des Fußwegs zum Rhein wurde beschmiert und soll neu gestaltet und verschönert werden”

Mit dem Ergebnis können sowohl die jungen Künstler*Innen, als auch die Volksbank Hochrhein zufrieden sein. Der Fußweg zum Rhein – und mit ihm Waldshut – erstrahlt in neuem Glanz. Teile der historischen ACAB-Tags der 161er-Crew konnten ferner bewahrt und kunstvoll ins neue Werk integriert werden.

Die jungen Talente und Nachwuchskünstler*Innen haben es geschafft. Sie haben sich kreativ ausgelebt und eine Unzahl verschiedener Techniken und künstlerischer Ausdrucksformen gefunden. Ihre Interpretation des Themas “Leben am Hochrhein” zeigt die Mannigfaltigkeit der hiesigen Kultur und schafft es dabei plakativ und verheißungsvoll zu bleiben. Wie gelingt ihnen dies alles so scheinbar mühelos? Mit einem Kniff in die Trick-Kniffste: Sie mischen Sprüh- und Pinseltechnik. Auf diese Weise smoothen sie out, aber mellow, wie es in der Fachsprache heißt.

Wo zuvor eine graue, beschmierte Betonwand Unsicherheit und Depressionen bei Passanten auslöste, macht jetzt “Salli zämme” vieles richtig. Humor, flächiges Arbeiten ohne Angst vor Lücken. Architektur, Tracht, Tiere. Das Blau steht für Wasser.

Ins Auge fällt sofort der Bollenhut, als identitätsstiftendes Wahrzeichen des Landkreises Waldshut. Wer hier Tracht tragt, der Tracht tragt. Mia san mia und unsre Kiah dia mache Bollehuetli-Milch. Ein wenig Lokalkolorit scheint da natürlich durch, aber das sei durchaus erlaubt. Was wäre zum Beispiel der berühmte Chilbi-Bock, ohne sein Bollehuf.

Persönliches Fazit: Hier waren keine Toys am Werk. Die 3000 Euro in kleinen Scheinen sind für ein Mural dieser Qualität gut angelegt. Solides Peace, Styles und Skills in der Entwicklung. Das ist ohne Häme. Hier entstand nicht der übliche Graffiti-Kitsch-Einheitsbrei. Hier sehen wir den Beginn von etwas Großem.

Siehe: Artikel bei suedkurier.de

FDP in den Gemeinderat Waldshut – Überzeugen Sie selbst

Neulich im Briefkasten. FDP-Wahlwerbung für den Gemeinderat Waldshut. Ist an der Grenze. Grammatik und Inhalt jetzt anpacken…

Bild-Ausschnitt von FDP-Wahlwerbung für Gemeinderat Waldshut. Listenplatz 1: "Für eine Innovative Region und Verkehr. Für Sicherheit und bezahlten Wohnraum. Für den Mittelstand und den Handwerk."

Notizen für meine Gedichtinterpretation:

  • Für Innovative Rechtschreibkonzepte in der Region
  • Für Verkehr. Weitere Ideen: für Essen, für Internet, für Wetter
  • Sicherheit first, Bedenken second
  • Für bezahlten Wohnraum: Miete ist überfällig!
  • Für den Mittelstand und den Handwerk
  • FDP in Redigierungs-Verantwortung!

Autotag Waldshut 2024 – Leben auf der Überholspur

Kleines persönliches Ressimö zum Autotag in Waldshut. Lecker Secco im Sacko. Pegelhalten heißt: In der Spur bleiben. Und dann war auch noch der Wetterfrosch gnädig. Er brachte Sonne in die Herzen und auf die Straßen. Leider war da kein Krötenzaun an der B34. Das hat mir ziemlich die Karre eingesaut. Habe die breiigen Reste mit Kärcher K5 dann ganz gut aus den Reifenritzen heraus bekommen. Diesel Tage fahre ich in den Waschpark, danach ist sicher alles palette.

Aber zurück zum Autotag: Mercedes AMG war leider erwartbar schwach motorisiert dabei: voll Lama. Aber, jetzt die gute Nachricht: V8 soll zurückkommen – Daimler hört auf die Kundenwünsche, ein Grund zur Freude! V8 ist die Zukunft und das ist auch die Zukunft von unseren Kindern, nicht nur im Autoquartett, auch in der harten Straßenrealität – Ausatmen. Es scheint noch ein Hauch von Vernunft da zu sein. Wir sehen und hören uns im nächsten Jahr.

BMW war auch am Start, zum Beispiel mit dem zwar etwas kleinen, aber dafür relativ feinen X3. Ich denke, der kann für manche als Drittwagen in Frage kommen, z.B . für Schnitzelwecken hole. Ja, ist kein so top Männerspielzeug, eher so ein Nischending, für die hintere Ecke in der Garage. BMW geizt mit Material und neigte leider zuletzt etwas zum “Downsizing”. Hoffen, dass sie sich mal wieder etwas mehr trauen, was das angeht. Cybertruck machts vor.

Wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr! Dann bestimmt aufs Neue mit Mobilität von heute und morgen.

Fazit: Cool Show, mit Potzenz nach oben. Gerade beim Thema Ekeltriksche Autos war nicht so viel geboten. Der winzige Tesla, kaum zu sehen. Die anderen Spielzeug-Autos auch nicht. Nächstes Jahr wollen wir einen echten Stromer wie den Lamborghini Terzo Millenio sehen. Betankt mit Ökostrom aus Leibstadt.

Das war er, der kleine Rückblick nur für mich selbst, zum nachlesen im Internet, falls ich es mal vergesse, wie toll es war, also mein Rückblick auf Dinotag: “verkaufsoffener Sonntag unter Beteiligung von Autohäusern”. Lässt nicht nur Waldshuter Männle größer werden. Sondern auch Hühnerherzen und Chicken Nuggets höher schlagen, wenn du damit knatterst.

Selbstgmeacht es Bild. Spruch auch selbstgemacht. Solllustig sein. Zum Lache, oder gerne auch zum Heule. Je anch Frust und kai Pflaume